EPD-Pilotprojekt Nordwestschweiz

Die Bundesversammlung verabschiedete im Juni  2015 das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG). Das Gesetz verpflichtet die stationären medizinischen Leistungserbringer, sich bis 2020 (Spitäler), resp. bis 2022 (Pflegeheime und Geburtshäuser) zum Austausch von Daten an eine Stammgemeinschaft anzuschliessen. Dies bedeutet, dass spätestens bis 2020 eine operative, zertifizierte Stammgemeinschaft für die stationären Leistungserbringer zur Verfügung stehen muss. 

Einige Leistungserbringer des Kantons Basel-Stadt pilotieren bereits seit ein paar Jahren einen eHealth-Modellversuch. Die bisherigen Modellversuche betrafen nur eine eingeschränkte Anzahl von Anwendungsfällen auf Basis einer nicht vollwertigen EPD-Plattform. Mit der Gründung des Trägerverein eHealth Nordwestschweiz im Januar 2017 ging die Auftraggeberschaft für den Modellversuch vom Kanton Basel-Stadt an den Trägerverein über. Der eHealth-Modellversuch  wurde in eine neue Projektphase überführt, den sogenannten «EPD-Pilot Nordwestschweiz». Am Pilot beteiligen sich die Leistungserbringer der drei Kantone  Basel-Stadt, Basel-Land und Solothurn.
Mit dem Projekt «EPD-Pilot Nordwestschweiz» wird auf kantonalrechtlicher Basis und in Abstimmung mit den kantonalen Datenschutzbeauftragten das elektronische Patientendossier vorwirkend umgesetzt und pilotiert, mit dem Ziel im Jahr 2019 den EPD-Pilot Nordwestschweiz in eine zertifizierte Stammgemeinschaft und somit in einen Regelbetrieb zu überführen.