eHEALTH

Die Bedeutung des Begriffs «eHealth» 

Der Begriff «eHealth» oder «elektronische Gesundheitsdienste» beschreibt den integrierten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Gestaltung, Unterstützung und Vernetzung aller Prozesse und TeilnehmerInnen im Gesundheitswesen.

Technik steht nicht im Vordergrund

eHealth verfolgt nicht das Ziel, die heutigen Strukturen und Abläufe elektronisch abzubilden. Vielmehr sollen die bestehenden Prozesse verknüpft und vereinfacht werden. Mit elektronischen Mitteln sollen Abläufe im Gesundheitswesen verbessert und die Beteiligten vernetzt werden.

Der Mensch im Mittelpunkt

Der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Zentrum von eHealth, wie dies die Vision der Strategie «eHealth» Schweiz vorsieht.  «eHealth» ist auch ein Instrument zur Förderung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung bei der Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Überwachung von Krankheiten. 

Mögliche Dienste von eHealth umfassen:

Elektronisches Patientendossier

  • elektronischer Austausch behandlungsrelevanter Daten zwischen einzelnen Leistungserbringern und deren Organisationen und/oder Patientinnen und Patienten
  • eMedikation (elektronische Verwaltung der Medikationsdaten, elektronische Verschreibung und elektronisches Rezept eImpfdossier)
  • elektronische Erfassung vergangener und aktueller Impfungen sowie Ausgabe von Impfempfehlungen z.B. bei Reisen
  • elektronische Zu- und Überweisung (elektronische Zuweisung vom Hausarzt ins Spital oder Überweisung von Spital zu Reha oder Spitex)
  • tragbare Monitoringssysteme (Überwachung von Vitaldaten mittels Wearables und Smartphone)
    Dienste der Telemedizin

Der Bundesrat hat am 27. Juni 2007 die Strategie eHealth Schweiz  verabschiedet, welche gemeinsam vom Bund und Kantonen getragen wird. Das wichtigste Ziel ist die Einführung eines dezentral aufgebauten elektronischen Patientendossiers, mit dem Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) als Grundlage. In seiner Strategie Gesundheit 2020 vom Januar 2013 hat der Bundesrat die Einführung des elektronischen Patientendossiers nochmals bekräftigt.